Happy Birthday – Wir feiern 25 Jahre Sub! Im Balkan!

Wie in jedem Jahr lädt Münchens Schwulenzentrum Sub zur Geburtstagsfeier in die Hans-Sachs- und Ickstattstraße. Am 20. August wird groß gefeiert – denn das Sub wird 25 Jahre alt. Außerdem zieht das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum um. Deshalb gibt es Live-Acts mit Balkan-Beats.

Das Schwule Straßenfest ist nach dem CSD sicher der größte Event der Münchner Szene. Und am 20. August wird das Fest, mit dem das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum München seit 20 Jahren in der Hans-Sachs-Straße seinen Geburtstag feiert, noch größer. Denn das Sub wird 25 Jahre alt.

Am 4. September 1986 als SchwuKK e.V. gegründet hat Münchens Schwulenzentrum Sub heute mit seinem Café, dem Zentrum in der Müllerstraße 43, zahlreichen Freizeit- und Selbsthilfegruppen, der HIV-Prävention und der Beratungsstelle in der Pestalozzistraße 6 ein Angebot, das seinesgleichen in Deutschland sucht – vor allem aber Platz braucht. Im kommenden Jahr zieht das Sub um und führt in der Müllerstraße 14 sämtliche Mitarbeiter, Gruppen und Projekte aus den beiden Standorten zusammen.

„Wir haben lange nach einem Thema gesucht, dass zum Umzug passt“, sagt Johannes Schick, der das Straßenfest zusammen mit Sabine Schäfer Jahr für Jahr fürs Sub organsiert. „2011 widmen wir das Hans-Sachs-Straßenfest all den Menschen, die wie Roma und Sinti ein Leben im Umherziehen führen“, sagt Schick. „Wir wollen auch daran erinnern, dass es in Europa noch mehr Minderheiten gibt, die vor großen Problemen stehen, und erklären uns solidarisch.“

Das Motto „Auf zu neuen Ufern“ bezieht sich explizit auf das Münchner Schwulenzentrum Sub, das sich mit dem Umzug auch inhaltlich zum Teil neu ausrichten will. In der Müllerstraße 14 soll Raum für neue Kultur-, Freizeit-, Selbsthilfe- und Beratungsangebote entstehen.

Das Musikprogramm mit einem Live-Act der Balkan-Truppe „Tuna Trio an The Ghosts“ spiegelt den Anspruch des diesjährigen Straßenfestes. „Wir setzen damit unseren Länderreigen fort, der sich im Vorjahr mit Skandinavien und davor mit Italien befasst hat“, sagt Organisator Schick. 2011 geht es um den Balkan, auch Länder wie Ungarn, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien, in denen viele Roma und Sinti leben.

Außerdem feiert sich das Sub selbst – eine Stunde lang mit jeder Menge Geburtstagsständchen. Happy Birthday zum 25.!

Das bunte Treiben startet gegen 13 Uhr, bis gegen 24 Uhr Walzerklänge das Fest ausklingen lassen. Auch das ist neu! Erstmals dürfen die Veranstalter eine Stunde länger feiern. Auf der Hans-Sachs- und Ickstattstraße werden am 20. August etliche Wirte und Infostände um die Gunst der Gäste buhlen. Details zu Festprogramm und Ständen gibt es ständig hier auf unserer Website.

Die Vorbereitungen, die seit Januar laufen, werden allesamt ehrenamtlich erbracht. Das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum ist ein gemeinnütziger Verein, der von Geldern der Stadt München und der Regierung Oberbayerns lebt, aber auch mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert wird. Das Hans-Sachs-Straßenfest selbst wird von zahlreichen Sponsoren unterstützt, so von der Assekuranz Thomas & Kollegen, Gay Consulting, PA Light & Sound und dem Szenemagazin Leo, dem Medienpartner des Straßenfestes. Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Trotz der Sponsoren sind Spenden willkommen! Am Eingang sammeln bekannte Gesichter aus der Münchner Szene Geld für den Umzug. „Wir bitten um einen Solidaritäts-Euro“, sagt Christian Schultze, Geschäftsführer des Münchner Schwulenzentrums. Die Bavarian Mister Leather der vergangenen Jahre, außerdem Vertreter der schwul-lesbischen Vereine werben charmant um Spenden. Jeder Geldgeber bekommt einen kleinen Aufkleber, auf dem neben dem Sub-Logo der Spruch zu lesen ist: „HeldIn des Sub“.

Das Hans-Sachs-Straßenfest existiert seit 1991. Damals fand das Schwule Straßenfest zum ersten Mal aus Anlass des 5. Geburtstages des Münchner Schwulenzentrums statt. Seitdem hat es sich etabliert und wird immer am Samstag nach Mariä Himmelfahrt im August abgehalten. Über 10.000 Besucher kommen jedes Jahr, und nicht nur Lesben und Schwule. Längst ist das Straßenfest auch bei Familien mit Kindern beliebt.